Was ist Cosmos?

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Was ist Cosmos?

Veröffentlicht von Johannes Magar  /  am 29. November 2021

Cosmos (https://cosmos.network) ist ein Blockchain-Protokoll, auf dessen Basis Lösungen entwickelt werden können, die wiederum Transaktionen zwischen verschiedenen Blockchains ermöglichen. Die Entwickler sehen Cosmos als „das Internet der Blockchains“, also eine Verknüpfung aller verfügbaren Blockchains und deren Möglichkeiten. Das Protokoll wurde 2014 vom Unternehmen Tendermint (https://tendermint.com) veröffentlicht und ist seit 2019 online. Cosmos stellt dazu keine Handelsplattform dar, sondern eine Verknüpfung verschiedener Blockchains. Damit können Anwender Transaktionen zwischen Blockchains ohne Vermittler durchführen.

Bei Cosmos handelt es sich um eine Proof-of-Stake-Blockchain, die auch das Staken ermöglicht. Dabei ergeben sich zwischen 9-10% Zinsen, die mit dem Cosmos Token ATOM ausgezahlt werden. Die Kryptowährung gehört zu den wichtigsten 25 Kryptowährungen weltweit. Die Blockchain ist daher durchaus auch für Anleger und Investoren interessant.

Viele Blockchain-Projekte arbeiten parallel zueinander, ermöglichen aber keine Kooperation und Interoperabilität. Bitcoin stellt zum Beispiel vor allem eine Anlageform und das neue, digitale Gold dar, während Ether seinen Fokus auf Smart Contracts legt und Ripple internationale Transaktionen bieten will. Das sind natürlich nur Auszüge der Möglichkeiten dieser drei Blockchains. Diese drei Beispiele zeigen aber deutlich, dass alle diese Angebote nur parallel genutzt werden können, nicht gleichzeitig und gemeinsam. Das will Cosmos ändern und alle Vorteile von allen Blockchains miteinander verknüpfen.

Interoperatibilität zwischen Blockchains mit Cosmos

Mit Cosmos können verschiedene Blockchains miteinander kommunizieren und interagieren. Die Interoperabilität von Blockchains ist ein wichtiges Thema, wenn es um die Verbreitung von Blockchain-Lösungen geht. Wenn Transaktionen nur innerhalb einer einzelnen Blockchain möglich sind, schränkt das Anwender deutlich ein. Das resultiert wiederum in deutlich weniger Verbreitung von Blockchain-Lösungen. Die Interchain Foundation (https://interchain.io) aus der Schweiz unterstützt das Projekt, um die Möglichkeiten der interoperablen Blockchains weiter auszubauen.

Cosmos hat das Schaffen eines Ökosystems von Blockchains im Fokus. Das Protokoll unterstützt zum Beispiel auch das Inter Blockchain Communication-Protokoll (IBC). Dieser Branchenstandard steuert die Kommunikation zwischen Blockchains. Aktuell gibt es bereits über 70 Anwendungen, die auf Cosmos setzen, viele weitere Projekte befinden sich in der Proof-of-Concept-Phase. Binance Chain (https://www.binance.com/en/blog/all/Binance-Chain-Blockchain-for-Exchanging-the-World-304219301536473088) ist zum Beispiel ein Projekt von Binance, das ebenfalls auf Cosmos aufbaut. Auch Sentinel, das Lino Network, der Stablecoin Terra und Loom basieren auf Cosmos.

Entwickelt werden Lösungen für Cosmos mit dem kostenlosen Cosmos SDK. Damit möglichst viele Lösungen für Cosmos zur Verfügung stehen, haben die Entwickler dieses Software Development Kit (SDK) zur Verfügung gestellt, das die Entwicklung eigener Anwendungen ermöglicht. Dabei handelt es sich um ein Open Source-Framework, das Entwickler auch dabei unterstützt interoperable Blockchains aufzubauen, die wiederum eine Verbindung mit dem Cosmos Hub herstellen können. Wir kommen später in diesem Beitrag noch genauer auf diese Struktur von Cosmos zu sprechen.

Ein Konkurrent von Cosmos ist das Projekt Polkadot (DOT) (https://polkadot.network). Welches der beiden Projekte am Ende die Nase vorne haben wird, lässt sich schwer sagen. Es ist aber zu erwarten, dass beide Systeme auch in Zukunft eine große Rolle spielen werden. Vorteil von Cosmos ist, dass das Protokoll älter ist und seit 2019 online genutzt werden kann. Polkadot gibt es erst seit 2020. Seither wächst Polkadot aber stark. Aktuell etablieren sich beide Projekte am Markt.

Transaktionen zwischen Blockchains ohne Handelsplattformen

Cosmos kommt zum Beispiel auch bei der Lending-Plattform Kava (https://www.kava.io) zum Einsatz. Das Protokoll gehört zu den wichtigsten Blockchain-Protokollen, wenn es um die Interoperabilität zwischen Blockchains geht, zusammen mit Polkadot. Dabei soll es bei den Transaktionen zwischen den Blockchains möglich sein, auch ohne Handelsplattformen auszukommen. Dritte Handelspartner sind in diesem Fall bei Transaktionen zwischen zwei Teilnehmern nicht mehr notwendig.

Cosmos setzt dabei auf das fehlertolerante Konsensprotokoll (Byzantine Fault Tolerance, BFT). Dieses Konsensprotokoll ermöglicht es moderne Anwendungen zu entwickeln und auch Smart Contracts zu etablieren, die mehrere Blockchains nutzen können.

Das YouTube-Video erklärt die Funktionsweise von Cosmos

Struktur von Cosmos - Integration von IBC und mehr

Cosmos besteht generell aus miteinander verbundenen Blockchains auf Basis von Tendermint Core. Dabei handelt es sich um einen Proof-of-Stake-Algorithmus. Die verbundenen Blockchains laufen in „Zonen“. Der Cosmos Hub ist dabei die zentrale Zone und stellt die Kommunikation zwischen allen anderen, verbundenen Blockchains her. Im Rahmen der Kommunikation zwischen den Blockchains erfolgt vor allem die Übertragung von Tokens.

Zum Einsatz kommt in diesem Fall das IBC-Protokoll. Dieses wurde im Februar 2021 durch das Stargate-Update (https://blog.cosmos.network/stargate-architecting-v-0-40-of-the-cosmos-sdk-dd8cb3de8360) in die Cosmos-Blockchain implementiert. Mit diesem Protokoll erfolgt auch der Austausch der Tokens zwischen den verschiedenen Blockchains, die wiederum mit dem Cosmos Hub verbunden sind. Die Hoffnung der Cosmos-Entwickler ist die größere Verbreitung von Cosmos im DeFi-Bereich, da IBC hier mittlerweile ein wichtiger Faktor ist, wenn es um die Zusammenarbeit von Blockchains geht.

Eine wichtige Funktion in Cosmos stellt das Token ATOM dar. Die Hauptaufgabe des Tokens ist das Validieren und Delegieren der Transaktionen. Dazu kommen die Möglichkeiten zum Bezahlen von Gebühren und Zinsen für das Staken. Es lohnt sich also, sich mit dem Cosmos-Projekt und ATOM zu beschäftigen. Es handelt sich dabei nicht nur um eine weitere Kryptowährung oder ein weiteres Kryptoprojekt, sondern um eine wichtige Technologie für die Zukunft der Blockchains und DeFi.

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