Warum der Bitcoin so stark gestiegen ist

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Warum der Bitcoin so stark gestiegen ist

Veröffentlicht von Johannes Magar  /  am 19. Januar 2021

Die Kapitalmärkte weltweit beschäftigt aktuell vor allem zwei Themen:

  1. Die ausufernde Staatsverschuldung
  2. Die Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken

Schon seit Jahren verschulden sich die Staaten immer mehr. Trotz boomender Wirtschaftsjahre konnten die Schulden nie nennenswert zurückgeführt werden. Im Gegenteil. In fast allen Staaten sind die Budgetdefizite und als Folge die Schulden angestiegen.

Budgetdefizite: (= Staatsausgaben höher als Einnahmen)

StaatBudgetdefizit in %
USA15,3 %
Japan13,9 %
Großbritannien13,4 %
Italien10,8 %
Frankreich10,5 %
Europäische UnionØ 8,4 %
Deutschland6,5 %

Dieser Trend wird in den kommenden Jahren sicherlich steigen, da die Folgen der Corona Pandemie bewältigt werden müssen.

Schon heute ist die Schuldenquote in den Ländern der Europäischen Union deutlich höher, als es in den Verträgen von Maastricht vorgesehen ist.

StaatSchuldenquote  (bezogen auf BIP)
Deutschland80 %
Frankreich118 %
Spanien122 %
Italien159 %
Griechenland201 %
USA115 %

Obwohl Griechenland 2012 Schulden in einer Größenordnung von über 100 Mrd. € erlassen wurden, liegt die aktuelle Schuldenquote über 200%.

Wenn man bedenkt, dass ein Ende der Pandemie noch nicht abzusehen ist und diese jetzt schon schlimmer ist als die Finanzkrise 2008 und wir eine tiefe, weltweite Rezession haben, wir klar, dass die Schuldenquote weiter steigen wird.

Diese Schulden wurden bisher im Wesentlichen dadurch finanziert, dass die Notenbanken Unsummen von Geld druckten, mit dem über die Quantitative Easing (QE) Programme der Notenbanken die Anleihen der Staaten (=Schulden) aufgekauft wurden.

Diesen Prozess hat die EZB grafisch sehr schön unter folgendem Link dargestellt:  https://www.ecb.europa.eu/explainers/show-me/html/app_infographic.de.html

Im Euroland hat sich die Geldmenge (M0) seit 2008 von 800 Milliarden € auf nunmehr rund 6 Billionen €(!) erhöht, in den USA sieht es nicht viel besser aus, wie folgende Grafik verdeutlicht.

Geldmengenwachstum USA

Die Fragen, die sich viele Anleger weltweit stellen ist folgende:

Wie und wann wollen die Notenbanken diese Schulden jemals zurückzahlen und was passiert, wenn die Inflation anzieht?

Denn die Notenbanken müssten bei steigender Inflation mit Erhöhung der Leitzinsen reagieren, was sie aber eigentlich nicht kann, denn dann würden die hoch verschuldeten Staaten Pleite gehen und viele Banken ebenso, weil sie hohe Abschreibungen auf ihre Wertpapiere vornehmen müssten.

Eine mögliche Lösung aus diesem Dilemma könnte ein“ Haircut“ sein, also ein Schuldenschnitt, bei dem die Gläubiger (Anleger) auf einen Teil ihres Vermögens verzichten müssten.

Vor diesem Hintergrund überlegen viele private und institutionelle Anleger, welche Alternativen es zur klassischen Geldanlage gibt.

Und hier kommt der Bitcoin ins Spiel

Da es insgesamt (ab 2140) nur rund 21 Millionen Bitcoin weltweit geben wird (aktuell rund 18,7 Millionen Bitcoin), kann keine Institution den Wert des einzelnen Bitcoins dadurch verwässern, dass die Anzahl der Bitcoin erhöht wird, wie es zurzeit mit dem Drucken von neuem Geld geschieht.

Zudem ist das Bitcoin- Netzwerk weltweit ein dezentrales System. Es gibt also keine einzelne Instanz (wie die Notenbanken), die den Bitcoin nach ihren Wünschen beeinflussen können.

Dieser Gedanke gefällt immer mehr Anlegern weltweit. Damit stößt eine immer höhere Nachfrage auf ein begrenztes Gut (=Bitcoin). Die Folge:

Der Preis steigt!

Aus meiner Sicht wird sich dieser Anstieg unter Schwankungen in den nächsten Jahren fortsetzen.

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Über diesen Blog

In diesem Blog möchte ich leicht verständliche Informationen und Erklärungen über das sehr interessante Thema Krypto-Währungen, speziell den Bitcoin, posten. Zusätzlich werde ich auch Informationen und meine persönliche Einschätzung über wichtige wirtschaftliche Aspekte geben, die aus meiner Sicht das private Vermögen aller betreffen werden/können.

Es gibt mittlerweile einige interessante Krypto-Währungen, doch der König ist nach wie vor der Bitcoin. Er existiert am längsten, hat den mit Abstand höchsten Umsatz und bringt alles mit, was eine interessante, spannende Geldanlage ausmacht.

Gerade in Zeiten von besorgniserregenden Schulden weltweit und einer ausufernden Geldmenge, bietet er eine interessante Alternative zu den traditionellen Währungen und Geldanlagen. 

Bei allen Artikeln handelt es sich um meine persönliche Meinung und Einschätzung und stellen zu keinem Zeitpunkt eine Anlageberatung dar, oder sind als Anlageberatung zu verstehen.

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