Neuer Schub für den Goldpreis?

Neuer Schub für den Goldpreis?

Veröffentlicht von Johannes Magar  /  am 16. März 2018
Hedge-Fonds und professionelle Vermögensverwalter können aufgrund des hohen Vermögens, welches von Ihnen verwaltet wird, den Goldpreis durch Käufe oder Verkäufe bewegen. Auf ein Ereignis schauen sie dabei immer besonders: Das Treffen des Offenmarktausschusses der Fed, der amerikanischen Zentralbank. Dieser Ausschuss trifft sich am Mittwoch den 21.03.18. Wie auch in der Vergangenheit kam der Goldpreis im Vorfeld dieser Sitzung unter Druck und fiel von 1.370 $ pro Feinunze auf 1.310 $ zurück. Dabei dreht es sich immer um eine Frage: Wird die Fed die Zinsen erhöhen?

Grundsätzlich sind steigende Zinsen ein Grund für einen fallenden Goldpreis. Denn Gold bietet keine Zinsen und Anleger schichten Goldbestände in Rentenpapiere um, wenn sie interessante Zinsen auf der Rentenseite erhalten. Auch wenn man nicht genau definieren kann ab wann Zinsen interessant sind, so gilt als Faustformel: rund 3%.

Steigende Zinsen gehen aber häufig einher mit steigenden Inflationsraten, was wiederum gut für den Goldpreis ist. Denn steigende Inflation bedeutet Geldentwertung, und dagegen bietet Gold einen guten Schutz.

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, wie schnell die Zinsen erhöht werden. Und nach einer schnellen Zinserhöhung sieht es momentan nicht aus.

Zwei bis drei Zinserhöhungen werden in diesem Jahr noch in den USA erwartet, allerdings sehr moderate. In Europa ist es noch gar nicht klar, ob es zu Zinserhöhungen kommen wird. Was feststeht ist, dass die EZB ihr Programm zum Kauf von Anleihen deutlich zurückfahren wird, was indirekt auch zu leicht steigenden Zinsen führen wird.

Ein Blick auf den Chart des Goldpreises verrät, dass sich der Goldpreis seit Anfang 2017 in einem Aufwärtstrend befindet, der ungebrochen ist. Auch die wichtige 200 Tage Durchschnittslinie (blaue Linie) ist ansteigend, was weiter steigende Goldpreise verspricht.

Fazit:

Der Goldpreis wird zurzeit stark von der Entwicklung der Zinsen beeinflusst. Da diese eher moderat steigen werden, und mit ihnen die Inflationsrate, ist mit keiner nennenswerten Belastung des Goldpreises zu rechnen. Wachsende Verschuldung weltweit und die angekündigten Goldkäufe der Chinesischen Zentralbank, sollten den Goldpreis in den nächsten Monaten moderat ansteigen lassen.

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Bei allen Artikeln handelt es sich um meine persönliche Meinung und Einschätzung und stellen zu keinem Zeitpunkt eine Anlageberatung dar, oder sind als Anlageberatung zu verstehen.

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