Krypto-Coins für Zinsen verleihen: Mit Lending Geld verdienen

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Krypto-Coins für Zinsen verleihen: Mit Lending Geld verdienen

Veröffentlicht von Johannes Magar  /  am 23. September 2021

Einfach ausgedrückt, bedeutet „Lending“, dass Besitzer von Krypto-Coins ihre Coins verleihen können und dafür eine Belohnung bekommen. Die Belohnung entspricht den Zinsen bei herkömmlichen Währungen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Krediten, spielen beim Lending Banken keine Rolle. Das Verleihen, also die Krypto-Kredite, werden direkt zwischen Teilnehmern der Blockchain abgewickelt. Die Peer-To-Peer-Kredite ermöglichen in der Blockchain daher das Verleihen von Krypto-Coins zwischen Marktteilnehmern. Beim Lending gibt es verschiedene Ausprägungen, auf die wir nachfolgend eingehen.

Zwar gibt es Lending auch bei herkömmlichen Plattformen, zum Beispiel AuxMoney oder Kapilendo, dennoch sind bei Zentralbankenwährungen immer auch Banken mit im Spiel. Das ist beim Lending im Krypto-Bereich nicht so. Hier werden ausschließlich Krypto-Coins verliehen und gleichzeitig Krypto-Coins als Sicherheiten hinterlegt. Herkömmliche Assets sind hier nicht eingebunden.

Beim Lending von Krypto-Coins müssen Kreditnehmer ihre Kredite übersichern. Das bedeutet, dass die Kreditnehmer mehr Sicherheiten hinterlegen müssen, als die Kreditsumme ausmacht. Das soll die Kreditgeber weitgehend vor Ausfällen schützen. Vor allem volatile Kursschwankungen kann dieses System weitgehend ausgleichen. Meistens hinterlegen Kreditnehmer dazu Krypto-Coins einer Währung und leihen sich Coins aus einer anderen Währung.

Lending mit und ohne Mittelsmann

Beim Lending von Krypto-Coins gibt es noch Unterscheidungen zwischen zentralem Lending und dezentralem Lending. Bei zentralen Lending gibt es bei Krypto-Währungen zentrale Plattformen von FinTechs wie Nuri oder Binance. Anleger zahlen auf Konten bei diesen Anlegern ihre Krypto-Coins ein. Die Plattformen verleihen die Coins und zahlen dafür Zinsen aus. Die Geschäfte laufen über die zentrale Plattform, genauso wie bei herkömmlichen Geschäften auch.

Dem gegenüber steht dezentrales Lending aus dem Bereich der Decentralized Finance (DeFi). Hier lassen sich Krypto-Coins, wie eingangs beschrieben, auch Peer-To-Peer (P2P) direkt verleihen, auch ohne Mittelsmann. Auch hier gibt es Plattformen, welche in diesem Fall die Geschäfte aber nur vermitteln, nicht direkt ausführen. Generell ist das Verwenden von Lending ohne Mittelsmann nur für Marktteilnehmer sinnvoll, die sich bereits mit Kryptowährungen auskennen. Wer am Lending teilnehmen will, sollte in den ersten Schritten auf zentrale Formen von Nuri, Binance oder andere Lösungen setzen, da es hier noch mehr Kontrolle über das System gibt. Wer beim Verleihen von Krypto-Coins nur einen kleinen Schreibfehler bei der Adresse des Empfänger-Wallets macht, riskiert dass seine Coins unwiederbringlich verloren sind.

Natürlich können auch Anfänger experimentieren. Beim Lending von größeren Summen sind zentrale Plattformen sicher mehr geeignet.

Beim Lending sind hohe Zinsen möglich: Nuri, Binance und Co.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Krediten bei Standard-Währungen, sind beim Verleihen von Krypto-Coins durchaus passable Zinsen möglich. Viele Anbieter vergeben Kredite in Höhe von drei bis fünf Prozent. Es sind aber auch zweistellige Zinssätze denkbar, in den meisten Fällen ist hier aber dezentrales Lending notwendig.

Derzeit wächst der Lending-Markt, zusammen mit dem Markt für Kryptowährungen stark an. Solange das so bleibt, lassen sich auch hohe Zinsen für das Lending von Kryptowährungen erzielen.

Es ist daher durchaus denkbar sich mit Lending ein passives Einkommen zu erarbeiten. Für das Verleihen von Krypto-Coins haben sich Blockchain-Plattformen wie Nuri (ehemals Bitwala) spezialisiert. Nuri ermöglicht darüber hinaus auch Sparpläne für Krypto-Coins. Auch hier können Anleger interessante Renditen erwirtschaften.

Nuri ist für das Lending im deutschsprachigen Raum sicherlich die bekannteste Plattform, wenn es um das Lending auf Basis einer Plattform im Kryptobereich geht. Dazu arbeitet die Berliner Nuri-Bank mit dem Celsius Network aus London zusammen. Derzeit zahlt die Nuri-Bank bis zu 5% Zinsen aus. Allerdings muss hier natürlich auch beachtet werden, dass die Zinsen deutlich schwanken können, genauso wie die Kurse der Kryptowährungen.

International ist die Plattform Binance für Lending bekannt. Hier können Anleger ihre Coins für eine bestimmte Zeit zu einem fest definierten Zinssatz per Lending verleihen. Es gibt aber auch die Möglichkeit seine Krypto-Coins mit einem flexiblen Zeitraum zu verleihen. In diesem Fall können Anleger ihre Coins jederzeit abziehen, erhalten dafür aber weniger Zinsen.

Lending ohne Mittelsmann

Das Lending ohne Mittelsmann stellt sicherlich das Lending dar, das dem Blockchain-Gedanken am nächsten kommt. Hier gibt es Plattformen wie Aave, Compound oder MakerDAO. Die Plattformen vermitteln Kreditgeber und Kreditnehmer, stellen aber nicht die zentrale Instanz dar.

Die Geschäfte laufen dabei automatisiert ab, Algorithmen legen Zinssätze fest und führen die Geschäfte durch. Hier kommen vor allem Smart Contracts zum Einsatz, die automatisiert und sicher über die Blockchain die Lending-Geschäfte abwickeln. Die großen Anbieter setzen hier vor allem auf Smart Contracts aus der Ethereum-Blockchain. Etwas Erfahrung in diesem Bereich schadet sicherlich nicht.

Beim dezentralen Lending übernehmen diese Smart Contracts alle Abläufe. Die Kommunikation erfolgt direkt zwischen den Teilnehmern. Weder Banken noch Blockchain-Plattformen nehmen Gateway-Funktionen ein, und kontrollieren auch keine Abläufe. Geht eine Plattform in die Insolvenz spielt das für die Teilnehmer zunächst keine Rolle, da alle Vorgänge P2P ablaufen.

Risiko beim Lending beachten

In einem unterscheidet sich Kryptowährungen nicht von Währungen von Zentralbankengeld: Dem Risiko. Je höher die Zinsen für eine Anlageform sind, desto höher ist in den meisten Fällen auch das Risiko. Die hohen Zinsen für das Verleihen von Kryptocoins gehen daher mit dem Risiko einher, dass Unternehmen wie Nuri oder das Celsius Network in die Insolvenz gehen. Es gibt bei diesen Unternehmen keine gesetzliche Einlagensicherung. Eine Zahlungsunfähigkeit des Celsius Networks bedeutet also für Anleger den Totalverlust. Das sollte beim Nutzen von Lending natürlich beachtet werden.

Beim dezentralen Lending besteht das Risiko der Kursschwankungen oder von Fehlern beim Eingeben der Wallet-Adresse. Auch Betrugsversuche sind ein Risiko. Dem gegenüber stehen dafür aber auch die Möglichkeiten hohe Zinsen zu erwirtschaften.

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Gerade in Zeiten von besorgniserregenden Schulden weltweit und einer ausufernden Geldmenge, bietet er eine interessante Alternative zu den traditionellen Währungen und Geldanlagen. 

Bei allen Artikeln handelt es sich um meine persönliche Meinung und Einschätzung und stellen zu keinem Zeitpunkt eine Anlageberatung dar, oder sind als Anlageberatung zu verstehen.

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