Gibt es eine Immobilienblase in Deutschland?

Gibt es eine Immobilienblase in Deutschland?

Veröffentlicht von Johannes Magar  /  am 26. Oktober 2016
Wenn die Preise für Wohnungen und Häuser schneller steigen als die Mietpreise, dann droht die Gefahr einer Immobilienblase.


Als die Subprime Krise ausgehend von den USA in den Jahren 2008 -2010 zu massiv fallenden Immobilienpreisen beispielsweise in den USA aber auch in Spanien führte, verloren die meisten Immobilienbesitzer sehr viel Geld.

Da die Mehrzahl der Immobilien kreditfinanziert waren und durch den starken Preiseinbruch die Banken die Bewertung der finanzierten Immobilie deutlich nach unten anpassten, wurden die Immobilienbesitzer, die ihre Wohnungen über Darlehen finanziert hatten, aufgefordert, weitere Sicherheiten zu liefern. Da sie dies in der Regel nicht konnten, wurden die Immobilien, die der Bank als Sicherheit für das Darlehen diente, durch die Bank verkauft, man könnte auch sagen zwangsliquidiert.

Was blieb war ein verzweifelter Immobilienbesitzer, häufig junge Familien, die dann kein Haus mehr hatten und dennoch weiterhin ein Darlehen zurückzahlen mussten, denn die Erlöse aus dem Zwangsverkauf reichten bei weitem nicht, um das ganze Darlehen zurückzuführen.

In Deutschland kam die Immobilienblase nie an.

Deutschland blieb von diesem Szenario weitestgehend verschont, denn wir hatten nie diese exzessive Kreditvergabe durch die Banken, und die Immobilienpreise stiegen immer moderat, im Einklang mit den Mieten.

Die aktuelle Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland, vor allem in den Großstädten Berlin, Hamburg und München, bringt viele Immobilienexperten auf den Plan, die von einer drohenden Immobilienblase in Deutschland berichten.

Hohe Kaufpreise nun auch in Deutschland.

Denn mittlerweile werden in den Großstädten Preise verlangt, die dem 30-fachen der Jahresmiete entsprechen. Bei diesen Preisen hat der Käufer Renditen von 3% und weniger, und das vor Kosten wie Grunderwerbsteuer, Maklerprovisionen und Instandhaltungsrücklagen.

Solche hohen Kaufpreise machen für den Käufer nur dann Sinn, wenn er entweder:

  1. Steigende Immobilienpreise erwartet oder
  2. Steigende Mietpreise erwartet.

Davon kann beispielsweise in Berlin durchaus ausgegangen werden. Denn hier liegt der Preis für einen qm Wohnfläche im Schnitt bei 3.100 €, während in München im Schnitt schon 6.490 € zu zahlen sind. Ähnlich verhält es sich bei den Mieten: In Berlin im Schnitt 9,55€; in München 16,90 €. (Quelle: JLL; Immobilienberatung)

Dennoch (noch) keine Immobilienblase hierzulande.

Persönlich bin ich der Meinung, dass man noch nicht von einer Blase sprechen kann. Die Immobilienpreise werden wahrscheinlich weiter steigen. Ursache dafür ist die Nullzinspolitik der Zentralbanken, die den Kapitalanleger auch zukünftig in Immobilien treiben wird.

Doch beim Kauf einer Immobilie ist, wie schon immer, der Standort das entscheidende Kriterium. Berlin scheint mir persönlich weiterhin interessant. Ansonsten sollte sich der Anleger auf die Stadt konzentrieren, in der er sich am besten auskennt. Dort kann man am schnellsten erkennen, ob sich eine Immobilienblase gebildet hat.

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