Elrond – Hochgradig skalierbare Blockchain für verteilte Anwendungen

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Elrond – Hochgradig skalierbare Blockchain für verteilte Anwendungen

Veröffentlicht von Johannes Magar  /  am 6. Dezember 2021

Elrond (https://elrond.com) ist eine Layer-1 Plattform für Smart Contracts und ein Blockchain-Projekt eines sehr erfahrenen Teams, das den hochskalierbaren Betrieb von verteilten Anwendungen und Smart Contracts im Fokus hat. Beniamin und Lucian Mincu sowie Lucian Todea haben das Projekt 2017 vorgestellt. Das Mainnet ist seit Sommer 2020 im Betrieb.

Die Entwickler wollen sicherstellen, dass professionelle Anwendungen in der Blockchain sehr schnell und gleichzeitig maximal sicher zum Einsatz kommen können. Mittlerweile gehört Elrond zu den zehn größten Blockchain-Projekten nach dem Gesamtwert der gesperrten Coins (Total Value Locked, TVL). Allerdings gibt es im Bereich in dem Elrond tätig ist auch andere Projekte mit ähnlichen Ansätzen. Dazu gehört zum Beispiel Arbitrum, ein Projekt, das die Skalierungsprobleme von Ethereum lösen will. Derzeit hat Arbitrum einen höheren TVL-Wert als Elrond. Als Vergleich stellt Ethereum derzeit mit einem TVL-Wert von knapp 175 Milliarden Euro alleine schon die Hälfte der Werte aller DeFi-Projekte insgesamt dar.

Vorstellungs-Video der Elrond-Gründer

Die Entwickler von Elrond wollen nach eigenen Angaben eine hoch skalierbare, schnelle und maximal sichere Blockchain für Unternehmensanwendungen aufbauen. Dabei soll die Internetwirtschaft deutlich gepusht werden. Gleichzeitig ist das Projekt auch auf eine hohe Energieersparnis ausgelegt und soll die erste Co2-negative(!) Blockchain in Europa werden.

Elrond gehört damit zu den führenden Anbietern von energieeffizienten Blockchains. Zum Protokoll gehört das Token ERD/EGLD. Dabei handelt es sich um ein ERC20-Token. ERD war das Gründungstoken von Elrond. Das Token kann im Verhältnis 1000:1 in EGLD getauscht werden. Da Elrond als Konsensalgorithmus auf PoS setzt, ist auch Staking mit der Kryptowährung möglich. Dazu stellen die Entwickler auch ein eigenes Wallet zur Verfügung.

Adaptive-State-Sharding und Proof-of-Stake

Zentrale Elemente von Elrond sind Adaptive-State-Sharding und ein Proof-of-Stake-Algorithmus (PoS), die beide eine hohe Leistung bieten. Mit „Adaptive State Sharding“ lassen sich dynamische Netzwerke aufbauen, bei denen einzelne Komponenten flexibel aufteilbar sind und sich auch sicherer betreiben lassen.

Neben der Leistung ist auch die Sicherheit ein wichtiger Faktor für die Entwickler der Umgebung. Durch die Verwendung von Adpative State Sharding kann eine Blockchain linear wachsen. Ein Shard ist eine einzelne Gruppe von Knoten in der Blockchain, die Transaktionen validieren kann. Steigt die Anforderung an die Blockchain an, lässt sich die Leistung linear mit weiteren Shards erweitern. Dadurch ist die Steigerung der Skalierung sehr einfach möglich.

Die Entwickler stellen 10.000 bis 15.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) in Aussicht und eine Latenz von unter 5 Sekunden. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Leistung der Blockchain auf über 100.000 TPS zu erhöhen. Die Leistung von Blockchains spielt in Zukunft vor allem für die Protokolle eine Rolle, in der Smart Contracts und verteilte Anwendungen (dApps) laufen sollen. Die Bitcoin-Blockchain kommt zum Beispiel auf gerade mal 7 TPS.

Die hohe Leistung von Elrond sorgt gleichzeitig dafür, dass die Kosten für Transaktionen sehr niedrig bleiben können. Die Kosten pro Transaktion liegen in der Elrond-Blockchain aktuell bei 0,001 US-Dollar.

Hohe Transaktionskosten sind zum Beispiel ein Problem von Ethereum. Gleichzeitig bietet Elrond aber auch Smart Contracts auf einer WebAssembly, was dedizierte Bereitstellung von Smart Contracts mit herkömmlichen Programmiersprachen, wie zum Beispiel C++ oder Typescript ermöglicht. Auch das bietet einige Vorteile, denn Entwickler können auf ihre bevorzugte Sprache setzen, um Smart Contracts oder dApps zu programmieren.

Betrieb auf herkömmlichen Computern und geringer Energieverbrauch zeichnen Elrond aus

Durch seine Optimierung auf ressourcensparende Berechnungen und die Verwendung von PoS, benötigt das Protokoll nur sehr wenig Rechenleistung, sodass der Betrieb auch auf herkömmlicher Hardware erfolgen kann. Das resultiert natürlich auch in einem wesentlich geringeren Energieverbrauch, als vergleichbare Blockchains, die für verteilte Anwendungen (dApps) und Smart Contracts optimiert sind. Das Projekt soll das erste Co2-negative Blockchain-Projekt in Europa sein. Forscher von Offestra haben die Co2-Ersparnis bestätigt.

DeFi-Plattform Maiar DEX auf Basis von Elrond vorgestellt

Seit November 2021 steht auch die Krypto-Exchange Maiar DEX (https://maiar.exchange) zur Verfügung. Mit der Exchange wollen die Entwickler ein globales Finanzsystem auf Basis von Elrond aufbauen. Elrond stellt dazu ein eigenes Governance-Token mit der Bezeichnung MEX für die Exchange bereit. Dieses Token wird an die Teilnehmer der Plattform verteilt, wenn diese EGLD, MEX und USDC bereitstellen, um die Liquidität der Exchange zu sichern. Liquidität ist für dezentrale Börsen wie Maiar DEX elementar, vor allem zu Beginn, wenn noch nicht viele Anwender die Plattform nutzen.

Die Smart Contracts von Maiar DEX sind hochsicher und leistungsstark. Apps stehen für Windows und Smartphones zur Verfügung. Diese Apps dienen auch als Wallet für die verwendeten Kryptowährungen. Über die Apps ist auch das Staking möglich. Dadurch können Anwender sehr einfach Geld empfangen, versenden und nebenbei über Staking noch Belohnungen verdienen. Die Börse wird gut angenommen, was den stark ansteigenden Kurs von EGLD erklärt.

Fazit

Elrond hat die Chance zu einem wichtigen Projekt in der Blockchainwelt zu werden, und wächst derzeit stark an. Mit dem professionellen Ansatz der Blockchain wollen die Entwickler die Internetwirtschaft revolutionieren. Allerdings gibt es große Konkurrenz zu dem Projekt, allen voran Ethereum. Aber auch Harmony, Avalanche, Fantom und Oasis bieten einen ähnlichen Ansatz.

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