Der Goldpreis überrascht

Der Goldpreis überrascht

Trotz hoher US- Inflation und den Handelskonflikten ist der Preis des Goldes auf den niedrigsten Stand seit Jahresbeginn gefallen. Dies widerspricht der Meinung, dass Gold gerade in Krisensituationen profitiert.

Vor etwa einem Jahr, im Juli 2017, stand der Goldpreis bei rund 1.200 Dollar und damit so tief wie aktuell. Ist es ein Zufall, dass es ebenfalls im Sommer war, als der Goldpreis abtauchte?

Schaut man sich die Charts der letzten Jahre an, so kann man feststellen, dass der Goldpreis in den Sommermonaten nicht seinen höchsten Stand des Jahres erreicht. Der wird meistens in den Wintermonaten erreicht, was nicht verwundert, denn dann erreicht die Goldnachfrage aufgrund des Weihnachtsfestes immer einen Höhepunkt.

Nachdem der Goldpreis im Juli 2017 mit 1.200 $ pro Feinunze (=31g) ein Tief erreichte, erholte er sich bis Dezember wieder auf rund 1.360 $.

Ein Experte der Commerzbank äußerte sich dieser Tage wie folgt:

Das Rätsel, warum der Goldpreis nicht von der aktuellen Gemengelage profitiert, wird von Tag zu Tag größer.

Als fundamentaler Grund für die aktuelle Schwäche kann immerhin die optimistische Konjunktur in den USA angeführt werden, die zu einem starken Dollar führte. Und ein starker Dollar ist schlecht für den Preis des Goldes.

Zu dem kann angeführt werden, dass China und Indien die Gold-Einfuhren drastisch reduziert haben und die Notenbanken aktuell nicht als Käufer von Gold auftreten. Die türkische Zentralbank hat sich sogar von Teilen ihres Goldbestandes getrennt, um die türkische Lira zu stützen.

Bis Jahresende sollte sich der Goldpreis meiner Meinung nach jedoch wieder positiv entwickeln.
Nachfolgend meine Gründe:

  • Die Inflation ist in den USA aktuell mit 2,9% höher als die durchschnittlichen Zinsen von 2%.
  • Das Ende der Hochkonjunktur ist in Sicht.
  • er Handelskonflikt zwischen den USA auf der einen Seite, und China und Europa auf der anderen Seite hat das Potential, das weltweite Wirtschaftswachstum zu bremsen.

Fazit:

Es spricht Vieles dafür, dass der Goldpreis einen Boden gefunden hat und sich bis Jahresende wieder Preisen von 1.300 $ annähert.

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