Warum die Gesundheitsbranche für Investoren in den nächsten Jahren interessant ist

Warum die Gesundheitsbranche für Investoren in den nächsten Jahren interessant ist

Medizintechnik, Biotechnologie, Dienstleister im Bereich der Altenpflege. Drei Branchen die alle unter einen Oberbegriff fallen: Gesundheitsbranche. Für mich weiterhin eine der interessantesten Branche in den nächsten fünf Jahren.

22 Prozent verlor der Nasdaq Biotechnology Index im vergangenen Jahr. Damit legte er die schlechteste Performance seit 2002 hin. Als einer der Gründe wurde das Auslaufen wichtiger Patente genannt, die auf der anderen Seite nicht durch innovative neue Medikamente ersetzt werden konnten.

Ob der Trend auch in diesem Jahr anhält bleibt abzuwarten. Zumindest bieten sich nach dem Kurssturz gute Einstiegschancen. Denn auf Basis der für 2017 geschätzten Gewinne, weisen die Aktien der Branche ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 aus, bei einem Gewinnwachstum von 20%. Damit sind die Aktien zurzeit günstig bewertet.

Betrachtet man die Gesundheitsbranche aus den Augen eines international agierenden Anlegers bzw. Investors, dann führt kein Weg am größten Gesundheitsmarkt der Welt vorbei. Den USA.

Unter Obama wurden rund 15 Millionen Menschen in die staatliche Gesundheitsvorsorge eingegliedert, die bisher ohne Krankenversicherung auskommen mussten. Ob der neue US-Präsident Trump das von Obama neu gestaltete Gesundheitswesen („Obamacare“) in der Form beibehalten wird, bleibt zunächst unklar. Das Hauptproblem für ihn sind die extrem steigenden staatlichen Zuschüsse für die Krankenversicherung. Nach verlässlichen Schätzungen sollen diese von aktuell 40 Milliarden USD in den nächsten zehn Jahren auf über 100 Milliarden USD steigen.

Dabei entfällt der Großteil der Kosten – und das ist in Europa keineswegs anders – nicht etwa auf den Bereich der Arzneimittel, sondern auf die stationäre und ambulante Behandlung.

Hier geht der Trend Richtung Spezialklinik, die aufgrund hoher Spezialisierung und sehr effektiven Arbeitsabläufen sehr kostenintensiv arbeiten können.

Ein Beispiel auf meinem privaten Umfeld:

Aufgrund der Empfehlung unseres Hausarztes ließen wir die notwendig gewordene Meniskus Operation meine Gattin in der Arcus- Sportklink Pforzheim durchführen, eine auf Sportverletzungen im Bereich der Gelenke spezialisierte Privatklinik mit exzellentem Ruf.

Dazu reisten wir an einem Dienstagabend an, übernachteten in einem privaten Hotel und erschienen am Mittwochmorgen um 07.00 Uhr in der Klinik. „Ihre Frau wird so gegen 13 Uhr fertig sein. Dann können Sie sie abholen, wir rufen Sie vorher an“, meinte die nette Krankenschwester am Empfang.

Um 12.30 Uhr klingelte mein Handy und die Klinik bat mich, meine Frau abzuholen. Dabei sollte ich anmerken, dass die OP unter Vollnarkose durchgeführt wurde!

Und tatsächlich waren wir nachmittags wieder zuhause. Die Heilung, unterstützt durch Reha-Maßnahmen, verlief problemlos.

Ein gutes Beispiel dafür, was heute medizinisch möglich ist.

Neben der immer etwas volatilen Biotech-Branche, bieten sich Investitionen im Bereich der Medizintechnik und Kliniken an. Insbesondere die Medizintechnik profitiert von dem Kostendruck der Krankenhäuser. Unternehmen wie Fresenius (eine meiner persönlichen Lieblingsaktien) zeigen schon seit Jahren konstant stabile Erträge und profitieren von geschickten Zukäufen des Managements.

Fazit:

Trotz (oder gerade wegen) des deutlichen Kursrückgangs der Biotech-Branche in 2016 hat die Branche weiterhin interessante Wachstumsperspektiven. Wer es etwas weniger aufregend möchte dem sei der Blick auf Unternehmen der Medizintechnik empfohlen. Hier finden Sie viele, gut gemanagte Unternehmen mit einem soliden Geschäftsmodell und erheblichen Wachstumsperspektiven:

Eigentlich genau die Mischung, die Investoren für die langfristige Geldanlage suchen.

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