Schwarzer Freitag für die Kryptowährungen

Schwarzer Freitag für die Kryptowährungen

Über 40% verloren die wichtigsten Kryptowährungen in der vergangenen Woche. Alleine am letzten Freitag rund 30%. Es zeigt sich mal wieder: Kryptowährungen sind nichts für schwache Nerven.

Warnende Stimmen gab es in der Vergangenheit zur Genüge. Vor allem die Vertreter der europäischen Zentralbank überboten sich mit warnenden Stimmen. Aber auch Wissenschaftler wie beispielsweise der Nobelpreisträger Paul Krugman warnen vor einer Blase (bubble). Krugman sieht in der aktuellen Preisentwicklung beim Bitcoin Parallelen zur Immobilienblase in den USA (2005-2008), er spricht sogar von einer größeren Blase als seinerzeit.

Ein Blick auf den Chart (jeder Strich=Bar repräsentiert die Kursentwicklung des Bitcoin im Zeitraum von 4 Stunden) zeigt die Preisentwicklung des Bitcoin seit dem 24. November dieses Jahres. Der Kurs schoss von rund 8.000 USD auf fast 20.000 USD nach oben um dann auf rund 12.000 USD zurückzufallen. Eine atemberaubende Volatilität.

Während bisher die Kryptowährungen nur an unregulierten „Börsen“ wie beispielsweise Coinbase, Bitfinex oder Bittrex in den USA und Bitcoin.de in Deutschland gehandelt wurden, so gibt es seit einigen Tagen die Möglichkeit, einen Bitcoin Future zu handeln. Sowohl die CBOE als auch die CME (beides sehr große amerikanische Terminbörsen) haben den Bitcoin Future eingeführt und geben damit erstmals die Möglichkeit, den Bitcoin über eine regulierte Börse zu handeln.

Da sich nun Banken über den Bitcoin Future absichern können, werden sicherlich in kurzer Zeit ETF auf den Bitcoin eingeführt werden.

Zudem hat Goldman Sachs bekannt gegeben, dass sie eine Abteilung für Kryptowährungen aufbauen werden.

Die Beispiele zeigen eine Entwicklung: der Bitcoin wird salonfähig.

Insgesamt erwarte ich, dass sich die hohen Volatilitäten in den nächsten Monaten abschwächen werden, da über den Future Handel Arbitrage Geschäft einfacher werden, was zu einer Kursberuhigung führen wird. Der Markt wird „erwachsener“ werden.

Die Frage die sich viele Investoren stellen ist, wie geht es weiter. Lohnt ein Einstieg noch?

Ich möchte diese Frage mal etwas ungewöhnlich beantworten und Ihnen die Lektüre eines Buches sehr ans Herz legen: “The internet of money” von Andreas M. Antonopoulos. Der Autor beschreibt hier sehr gut die Idee, die hinter den Kryptowährungen, insbesondere dem Bitcoin, steckt.

Nach der Lektüre werden Sie ein besseres Verständnis der Idee und der Technik haben, die hinter den Kryptowährungen steckt und in der Lage sein, sich ein eigenes Bild zu machen.

Fazit:

Der Bitcoin bleibt ein „Spekulationsobjekt“ und sollte deshalb nur mit Geld gehandelt werde, das für spekulative Zwecke vorgesehen ist. Buy and hold Strategien scheinen mir sinnvoller zu sein, als das hektische rein- und rausspringen.

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