Pflege-Appartements als Kapitalanlage

Pflege-Appartements als Kapitalanlage

In Zeiten niedriger Zinsen suchen Kapitalanleger nach Alternativen zu den herkömmlichen Anlageformen wie Festgeldern, Rentenpapieren oder Fonds.
Sehr schnell rückt die Immobilie ins Blickfeld. Sie war und ist sowieso schon immer des Deutschen liebstes Investitionsobjekt.

Eine spezielle Form der Immobilien Anlage war bis vor einiger Zeit immer nur den institutionellen Investoren wie Versicherungen, Pensionsfonds und Versorgungskammern vorbehalten. Nämlich die Senioren-Pflegeeinrichtungen oder auch Pflege-Appartements genannt.

Diese Anlageform war und ist vor allem deshalb so beliebt bei den „Profi-Investoren“, weil sie nachhaltige Renditen in einem Wachstumsmarkt versprechen, und das ohne erheblichen Verwaltungsaufwand.

Denn die demografische Entwicklung in den führenden Industrienationen macht eines recht deutlich: die Menschen werden immer älter.

Aktuell wurden beispielsweise folgende Zahlen aus den USA veröffentlicht (Quelle: U.S. Census Bureau, Dezember 2016): Heute leben in den USA ca. 72.000 Menschen, die über hundert Jahre alt sind. Diese Zahl wird sich bis 2055 auf rund 500.000 (!) Menschen erhöhen. Eine gigantische Herausforderung für die Sozialsysteme.

Eigeninitiative ist gefragt.

Vor allem durch das frühzeitige Ansparen von Vermögen, das später für die eigene Altersvorsorge eingesetzt werden kann.

Viele ältere Menschen wollen nicht mehr den Kindern und engen Verwandten im Alter zur Last fallen. Sie suchen gezielt nach einem Alters-Ruhesitz, bei dem gleichzeitig eine altersgerechte Versorgung angeboten wird.

Genau dies bieten Senioren-Pflege-Einrichtungen mit ihren Pflege-Appartements.
Aus Sicht eines Kapital Anlegers funktionieren diese wie folgt:

Bevor mit dem Bau einer solchen Einrichtung begonnen wird, wird zunächst eine Marktanalyse gemacht. In dieser Analyse wird der Bedarf an Pflege-Appartements für die Region ermittelt. Nach erfolgter positiver Marktanalyse, sucht sich der Projektentwickler einen langfristigen Generalmieter.

Dieser mietet über einen langfristigen Mietvertrag (in der Regel 20 Jahre oder länger) das gesamte Objekt, zu einer festgesetzten Miete an. Als Generalmieter kommen entweder kirchliche Institutionen oder private Gesellschaften mit dem Schwerpunkt der Sozialpflege in Frage.

Die einzelnen Pflegeappartements werden in Teileigentum umgewandelt und an Kapitalanleger veräußert. Der Kapitalanleger erwirbt mit dem Teileigentum auch gleichzeitig einen Teil am Gemeinschaftseigentum (Bäder, Küche, Aufenthaltsräume etc.) Er erhält einen Teil der vom Betreiber gezahlten Miete.

Die so eingenommene Miete führt aktuell zu einer Mietrendite von rund 4% – 4,5%.
Die Verwaltung des Appartements wird von einer professionellen Immobilien-Verwaltungs-Gesellschaft übernommen.

Da die Miete über einen langen Zeitraum immer vom gleichen Betreiber gezahlt wird, ist auf die Bonität des Betreibers ein besonderes Augenmerk zu richten.

Hier nun eine kurze Zusammenfassung der Vor-und Nachteile der Investition in ein Pflege-Appartement:

Vorteile:

  • Attraktive Mietrendite
  • Investition in einen Wachstumsmarkt
  • Keinen Aufwand mit der Verwaltung der Immobilie

Nachteile:

  • Kein nachhaltiger Wertzuwachs der Immobilie zu erwarten (wegen langfristigen Mietvertrag und der zweckgebundenen Nutzung)
  • Hoher Anteil am Gemeinschaftseigentum
  • Ein Generalmieter

Grundsätzlich sind Pflege-Appartements eine Immobilien-Investition für langfristig denkende Investoren, die eher an einer langfristig stabilen Miete interessiert sind, als an einem schnellen Wertzuwachs der Immobilie.

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