Konkurrenz für den Bitcoin?

Konkurrenz für den Bitcoin?

Der Höhenflug des Bitcoin weckt Begehrlichkeiten bei Programmierern, Investoren und sogar Staaten weltweit. Sie überlegen Alternativen zu etablieren, an denen sie in der ein oder anderen Form profitieren können.

Vergangene Woche hatte der Bitcoin kurzfristig die Marke von 6.000 Dollar erreicht. Damit geht die Erfolgsstory weiter. Doch der Höhenflug bringt auch einen Nachteil mit sich: Der Bitcoin wird nicht als das genutzt, zudem er geschaffen wurde. Nämlich als Währungsersatz!

Da mit dem Bitcoin aufgrund der enormen Wertsteigerung viel Geld zu verdienen ist, geben Bitcoin-Besitzer die Krypto-Währung nicht zum Bezahlen von Gütern oder Dienstleistungen aus. Sie behalten ihn lieber als „Spekulationsobjekt“.

Und wird doch einmal eine Dienstleistung mit dem Bitcoin bezahlt, tauschen die Unternehmen den Bitcoin gleich wieder in Euro oder Dollar, weil sie das hohe Kursrisiko scheuen.

Einige Computerwissenschaftler wollen nun eine neue Krypto-Währung schaffen, die ebenfalls auf der Blockchain-Technologie basiert: den Basecoin. Auch der Basecoin soll über kryptografische Verfahren „hergestellt“ werden, damit die Anonymität des Besitzers gewahrt werden kann.

Der wesentliche Unterschied des Basecoin gegenüber dem Bitcoin soll seine Wertstabilität sein. Damit soll erreicht werden, dass der Basecoin tatsächlich auch als Zahlungsmittel genutzt wird.

Der Kursanstieg des Bitcoin ist unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass es eine fest programmierte Obergrenze gibt. Die soll es beim Basecoin nicht geben. Vielmehr ist der Ausgabemechanismus so programmiert, dass eine Wertstabilität erreicht werden kann.

Der Wechselkurs zwischen Dollar und Basecoin soll 1:1 sein. Immer wenn sich das Verhältnis verändert, indem beispielsweise der Basecoin gegenüber dem Dollar steigt, soll regulierend eingegriffen werden. Also im Beispiel des steigenden Bascoin durch Ausgabe/Schaffung neuer Basecoins. Verliert der Basecoin gegenüber dem Dollar, werden Basecoins „aus dem Verkehr“ gezogen.

„Der Basecoin soll kein Spielplatz für Spekulanten werden“ meint Nader Al-Naji, einer der „Gründungsprogrammierer“ des Basecoin, der dafür seinen Job bei Google aufgegeben hat.

Für ihn ist wichtig, dass Basecoin nicht zum Spekulationsobjekt wird, sondern zu einem Transaktionsmedium. Die Initiatoren wollen eine transparente, unabhängige und stabile Geldpolitik über den Basecoin schaffen.

Damit das Projekt Basecoin erfolgreich wird, haben sich die Initiatoren einige potente Geldgeber mit an Bord geholt. Beispielsweise den Finanzinvestor Bain Capital, der vom ehemaligen republikanischen Präsidentschaftskandidat Mitt Romney gegründet wurde.

Fazit:

Es bleibt abzuwarten, ob sich der Basecoin erfolgreich etablieren kann. Das Projekt zeigt allerdings, dass sich viele kluge Menschen weltweit mit dem Thema Kryptowährung beschäftigen.

Der Siegeszug der Kryptowährung wird weitergehen. Dabei ist nur noch unklar, welche Währung in welcher Ausprägungsform siegreich sein kann. Für mich kann es langfristig nur eine Kryptowährung weltweit geben, die von den Menschen als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Welche dies sein wird, bleibt abzuwarten.

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