Immobilienpreise steigen stärker als die Mietpreise in Deutschland: Beispiel Dresden!

Immobilienpreise steigen stärker als die Mietpreise in Deutschland: Beispiel Dresden!

In den deutschen Großstädten geht die Schere weiter auseinander: die Mietpreise können mit den Immobilienpreisen nicht schritthalten: Die Renditen sinken! Nehmen wir als Beispiel die Landeshauptstadt von Sachsen: Dresden.

Der Bauboom der vergangenen Jahre hinterlässt Spuren: Die Mietrenditen sinken, Baugrundstücke werden knapp.

Während die Preise für Eigentumswohnungen in Dresden im ersten Halbjahr 2017 um rund sechs Prozent stiegen, haben sich die Mietpreise nur um rund vier Prozent erhöht.

Da die sächsische Hauptstadt mit Quadratmeterpreisen von 2.120 € für Wohnungen und mit Mietpreisen von durchschnittlich 6,90 €/qm zu den günstigsten Städten in Deutschland zählt, erzielen Anleger hier eine noch durchaus interessante Rendite: 4,3% pro Jahr.

Allerdings lagen die Renditen 2013 noch bei 6,2%.

Dennoch haben viele Kapitalanleger Dresden als eine der deutschen Städte ausgemacht, in der sich Immobilieninvestitionen noch lohnen. So wurden 2016 Immobilien im Gegenwert von 1,9 Milliarden € gekauft bzw. verkauft. (Quelle: Immobilienberatungshaus Aengevelt)

Laut dem Dresdener Statistikamt wurden 2016 insgesamt 2.600 Wohnungen gebaut – 1000 mehr als im Vorjahr. 5.700 weitere Wohnungen sind genehmigt. Die Nachfrage nach neuem Wohnraum wird angeheizt durch industrielle Neuansiedlungen wie die von Bosch oder Philip Morris.

Die Errichtung von neuen Bauprojekten hat jedoch auch ihre natürlichen Grenzen; das knappe Bauland. In Innenstadtnähe befinden sich kaum noch leicht bebaubare Flächen.

Dies bedeutet, die Bürger müssen enger zusammenrücken. Denn die knapper werdenden Baugrundstücke einerseits und die wachsende Nachfrage nach Wohnungen, führt zu einer „baulichen Verdichtung“.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ist es leicht nachvollziehbar, dass die Preise in den Stadtteilen Blasewitz und Striesen besonders stark gestiegen sind, und mit ihnen die Mieten. Denn in diesen Stadtteilen befinden sich viele Häuser und Stadtvillen aus der Gründerzeit. Die Preise liegen hier bei rund 2.800 €/qm, in absoluten Spitzenlagen sogar bei 3.400 €/qm. Für Mietwohnungen werden im Schnitt 8,70 € bezahlt, in Top Lagen bis zu 14€/qm.

Natürlich lassen sich diese Preise immer noch nicht mit den Preisen in Hamburg oder München vergleichen, doch zeigen sie auf, wohin die Reise auch in Dresden geht: nach oben!

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