Donald Trump ist gewählt. Und nun?

Donald Trump ist gewählt. Und nun?

Die für viele überraschende Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA führt aktuell zu vielen Spekulationen hinsichtlich der zukünftigen Marschrichtung der USA. Im Folgenden möchte ich mal ganz emotionslos einige Auswirkungen der Wahl aufzeigen. Dabei beschränke ich mich auf den wirtschaftlichen Aspekt.

Was zunächst offensichtlich ist: Die Republikaner stellen nicht nur den neuen US Präsidenten, sondern verfügen nun auch über die Mehrheit im Kongress. Der Kongress ist die Legislative in den USA und damit eigentlich der „Gegenspieler“ zur Exekutive, also dem Präsidenten.

Der Kongress besteht aus zwei Kammern:

  • dem Senat und dem
  • Repräsentantenhaus

Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus

Im Senat sitzen nun 51 Republikaner, 46 Demokraten und 2 Unabhängige. Im Repräsentantenhaus 238 Republikaner und 193 Demokraten (4 Sitze sind noch nicht ausgezählt).

Das Repräsentantenhaus (auch Abgeordnetenhaus genannt) hat vor allem große Bedeutung bei Finanzfragen. Jedes Steuergesetz und auch der Bundeshaushalt müssen diese Kammer passieren. Nur das Repräsentantenhaus kann ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten einleiten.
Die hundert Mitglieder des Senats (jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren) übernehmen ebenfalls die Gesetzgebung, der Vizepräsident ist immer zugleich Senatspräsident.

Alle macht ist nun in den Händen der Republikaner, und es ist davon auszugehen, dass der neue Präsident seine Pläne deutlich einfacher umsetzen kann, als dies noch Obama konnte.

Modernisierung der Infrastruktur

Trump hat noch in der Nacht seines Sieges angekündigt, vor allem die Modernisierung der Infrastruktur zügig angehen zu wollen. Das erscheint logisch, kennt er sich in diesem Bereich doch besonders gut aus, denn hier hat er seine Milliarden verdient.

Deshalb sollten Aktien von Bauunternehmen, Zementherstellern und Infrastrukturunternehmen besonders profitieren.

Aber auch Rüstungskonzerne und Energieunternehmen werden zukünftig noch bessere Geschäfte machen. Biotechnologie- und Pharma-Aktien verzeichneten direkt nach der Wahl deutliche Kurssprünge. Dies lag allerdings nicht daran, dass Trump gewählt wurde, sondern dass Hillary Clinton nicht gewählt wurde. Diese hatte nämlich die Preisdeckelung von Medikamenten in ihrem Wahlprogramm stehen.

Wirtschaftsaussichten in den USA grundsätzlich gut!

Unabhängig von möglichen Sonderbewegungen bei oben genannten Branchen, sind die Wirtschaftsaussichten in den USA im kommenden Jahr gut.

Die fundamentalen Rahmendaten stimmen, Wirtschaftswachstum ist vorhanden, der Dollar stabil. Von Rezession keine Spur. Die Deflation ist vorbei, inflationäre Tendenzen sind aktuell recht unwahrscheinlich.

Fazit

Verbleibt das Problem der Zinserhöhungen durch die Notenbank. Für mich bedeutet dies: Aktien werden sich 2017 in den USA besser entwickeln als Renten.

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