Die Achterbahnfahrt geht weiter

Die Achterbahnfahrt geht weiter

Die vergangene Woche hat wieder gezeigt, wie volatil der Preis des Bitcoins ist. Er verlor in der Spitze 30%, und das in nur vier Handelstagen.

Was war passiert? Es gibt wohl mehrere Gründe für den Kursrückgang.

Zum einen sind es Gewinnmitnahmen. Viele Bitcoin Besitzer „sitzen“ auf hohen Kursgewinnen. Alleine seit Juli hat sich der Wert des Bitcoin vervierfacht! Klar, dass da einige Trader bei der ersten schlechten Nachricht Gewinne mitnehmen.

Eine solche schlechte Nachricht war beispielsweise die Warnung der deutschen Finanzaufsicht vor den virtuellen Börsengängen, auch ICOs genannt. (ICO=Initial Coin Offerings). Diese haben zwar mit dem Bitcoin nur bedingt zu tun, allerdings akzeptieren viele ICO Anbieter Bitcoin als Zahlungsmittel und die ICOs sind wie der Bitcoin in der Krypto-Welt angesiedelt.

Das entscheidende Ereignis der vergangenen Woche war allerdings die abgesagte Bitcoin Reform „Segwit2x“. Hinter dem komplizierten Begriff verbirgt sich nichts anderes als eine Änderung des aktuellen Bitcoin Algorithmus. Durch diese Änderung sollte die Schnelligkeit der Verarbeitung der Transaktionen, als auch die Größe des Datenblocks innerhalb der Blockchain-Datenbank erhöht werden.

Da sich die beteiligten „Spieler“ am Markt, die sogenannten Miner, nicht einig waren über die genaue Ausprägung, wurde die Reform abgesagt. Nach anfänglicher positiver Reaktion der Marktteilnehmer machte sich dann doch Ernüchterung breit. Viele Bitcoin Besitzer fingen offensichtlich an, ihre Bitcoin in Bitcoin Cash zu tauschen.

Der Bitcoin Cash waren aus der ersten Reform des Bitcoin hervorgegangen und wird ebenfalls an vielen Krypto Börsen gehandelt.

Im gleichen Zuge wie der Bitcoin fiel, konnte der Bitcoin Cash Kursgewinne verzeichnen.

Die ganze „Aktion“ zeigt, dass der Bitcoin und damit die Bitcoin Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Der Markt erinnert mich an die Zeiten des neuen Marktes. Einer riesigen Euphorie mit vielen „neuen Markt Millionären“ folgte schließlich der totale Absturz.

Dieses Szenario sollte den Kryptowährungen erspart bleiben, allerdings müssen die beteiligten Player wissen, dass zur Akzeptanz einer Technologie bei Investoren Vertrauen und Verlässlichkeit zählt. Davon ist im Kryptomarkt zurzeit leider noch nichts zu spüren.

Fazit:

Der Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt und sollte als solches behandelt werden. Wahrscheinlich bietet der aktuelle drastische Kursrückgang gute Einstiegsmöglichkeiten für Spekulanten. Investoren die nach einer soliden Geldanlage suchen sollten nach wie vor einen Bogen um den Bitcoin machen.

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