Diamanten als Geldanlage

Diamanten als Geldanlage

In Zeiten niedriger Zinsen schauen Investoren immer häufiger über „den Tellerrand“ hinaus nach alternativen Investmentmöglichkeiten. Heute möchte ich Ihnen einige Informationen über Diamanten geben. Eine sicherlich nicht alltägliche, aber dennoch interessante Anlageklasse.

Diamanten haben sich in den letzten 20 Jahren als sehr stabile Wertanlage erwiesen. Denn der Anstieg war kontinuierlich und das bei geringen Schwankungen. Im Jahre 1960 kostete ein Einkaräter rund 2.700 Dollar, heute muss man für den gleichen Stein rund 25.000 Dollar hinlegen. Maßgeblich für diesen Preisanstieg ist die weltweit steigende Nachfrage nach Diamanten, bei gleichzeitig abnehmender weltweiter Förderung. So sank die Produktion von 177 Millionen Karat in 2005 auf 128 Millionen Karat in 2016.

Diamanten kauft man physisch. Dabei ist der Wert eines 4 Diamanten mit 4 Karat (8g) genauso hoch wie der Wert eines 12,5 Kilo Goldbarrens. Das macht Diamanten sehr fungibel.

Achten Sie auf die „Fünf C“ !

Carat (=Gewicht), Clarity (=Reinheit), Colour (=Farbe), Cut (=Schliff) und Certificate (=Zertifikat) sind die maßgeblichen preisbestimmenden Faktoren.

Je farbloser der Diamant ist, umso teurer ist er, je lupenreiner umso besser. Bei einem als lupenrein qualifizierten Diamanten kann man selbst bei einer zehnfachen Vergrößerung keine Einschlüsse und Fehler erkennen.
Beim Schliff, den es in drei Varianten gibt (Polish, Symmetry und Cut Grade), muss eine Beurteilung von exzellent erfolgt sein. Nur dann eignet sich der Diamant zur Wertanlage.

All diese Kriterien werden in einem Zertifikat ausgewiesen. Am weltweit anerkanntesten ist das amerikanische „Gemological Institute of America (GIA). Nur Steine mit einem von dem GIA ausgestelltem Zertifikat eignen sich für die Geldanlage und damit zur Vermögenssicherung.

Da es viele Diamanten unterschiedlicher Qualität auf dem Markt gibt ist es wichtig, nur Steine mit überdurchschnittlicher Qualität zu erwerben. Allerdings sollten Sie von sehr großen Diamanten oder solchen mit natürlichen Phantasiefarben Abstand nehmen. Für diese Steine gibt es weltweit nur wenige Liebhaber, was die Fungibilität stark einschränkt.
Von einer Investition in zu Schmuck verarbeiteten Diamanten ist zumindest aus Sicht eines Investors, der eine langfristig stabile Rendite erwirtschaften möchte abzuraten.

Kaufen Sie Diamanten nicht im eingeschweißten Zustand (Plastikchips) sondern immer offen. Nur so kann die Echtheit zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Beim Kauf von Diamanten müssen Sie die Mehrwertsteuerpflicht, als auch das Währungsrisiko berücksichtigen, denn Diamanten werden in Dollar gehandelt.

Achten Sie beim Kauf auf seriöse Anbieter.

Als seriöse Adressen von nationaler Bedeutung gelten zum Beispiel das Diamant Prüflabor (DPL) im Edelsteinzentrum Idar-Oberstein, das Gemmologische Labor Galia in Bergisch Gladbach, die Österreichische Gemmologische Gesellschaft, das Schweizerische Gemmologische Institut sowie Gübelin Gem Lab in Luzern.

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