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Ach, und ich dachte Gold profitiert, falls Trump gewinnt…!

Die Entwicklung des Goldpreises in dieser Woche ist ein guter Beweis dafür, wie irrational die Akteure an den Finanzmärkten immer wieder agieren.
Im Vorfeld der Wahlen zum US Präsidenten hieß es immer wieder von allen möglichen Analysten, dass der Goldpreis im Falle eines Sieges von Donald Trump deutlich zulegen werde.
In einem meiner letzten Beiträge hatte ich diese These schon in Frage gestellt, weil die Begründungen für mich unlogisch waren.
Am Mittwoch morgen, als die ersten Prognosen auf einen Wahlsieg von Trump hindeuteten, stieg der Goldpreis auf  1.337 $ pro Feinunze, um dann in den nächsten beiden Tagen auf 1.218 $ zu fallen.
Meldungen zufolge wurden am Freitag über 85.000 Kontrakte an der Comex, der amerikanischen Terminbörse für Gold, aufgelöst. Dies entspricht einem Gegenwert von über 10 Millarden Dollar!
Und das obwohl Trump gewonnen hat?
Bis dato waren noch keine Kommentare zu finden, wie und warum es zu solch einem Kursverfall in so kurzer Zeit kam. Mal sehen, was als Begründung angegeben wird. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

In meinem Wikifolio „Goldige Zeiten“ hatte ich bewusst keine Investitionen vorgenommen. Politische Börsen sind schlechte Börsen für klug agierende Investoren, jedoch gute Börsen für Zocker. Das bin ich auf keinen Fall!
Mit Käufen werde ich mich zunächst zurückhalten.

 

Ölpreis ist weiter unter Druck

Mit rund 46$ pro Barrel (Brent) bewegt sich der Ölpreis weiter deutlich unter 50$.
Im wesentlichen gibt es zur Zeit drei Gründe dafür:

  1. Iran, Irak, Libyen und Nigeria haben ihre Öl-Produktion deutlich erhöht. Dadurch stieg die OPEC Öl-Produktion um rund 300.000 Barrel täglich.
  2. In den USA sind in der letzten Woche 9 neue aktive Bohrlöcher hinzugekommen (auf jetzt 450)
  3. Saudi-Arabien und der Iran sind sich über eine Deckelung der Ölförderung nach wie vor nicht einig.

Ich sehe nach wie vor keine Argumente für einen deutlich anziehenden Ölpreis.

 

 

Goldpreis gibt zaghafte Kaufsignale

Nachdem sich der Preis der Feinunze Gold die letzten 20 Handelstage an der wichtigen 200 Tagelinie entlang bewegt hat, lässt die deutliche Aufwärtsbewegung auf mehr hoffen.
Wahrscheinlich haben die aktuellen Umfragen bzgl. des neuen amerikanischen Präsidenten (sie sehen Trump erstmals vorne) ihre positiven Auswirkungen. Denn es heißt an den Märkten: Trump als Präsident ist gut für den Goldpreis. Die Argumente dafür habe ich nie richtig verstanden, aber ok: der Markt hat immer Recht.

 

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Stärkstes Wirtschaftswachstum in den USA seit 2014

Im 3.Quartal 2016 ist die US Wirtschaft um 2,9% gewachsen. Die Analysten hatten ein Wachstum von nur 2,5% erwartet. Dies ist die höchste Wachstumsrate seit dem 3. Quartal 2016 und zeigt die robuste Verfassung der amerikanischen Wirtschaft.

Gleichzeitig gibt dies Spielraum für eventuelle Zinserhöhungen bis zum Jahresende. Wir werden sehen wie die FED diese Zahlen interpretiert. Mein Tipp: Die FED wird den Leitzins noch  in 2016 um 0,25% erhöhen.

Kritische Situation beim Goldpreis

Nach dem Kursrutsch Anfang Oktober hangelt sich der Preis der Feinunze Gold in Dollar entlang der wichtigen 200 Tageslinie.

Ein Absinken auf 1240 $ würde schnell einen weiteren Rutsch auf 1200 $ nach sich ziehen. „Hält“ die 200 Tageslinie, so kann mit einer kurzfristigen Erholung Richtung 1300 $ gerechnet werden. Auslöser für solch eine Gegenbewegung könnte beispielsweise die Wahl von Donald Trump am 08.November sein.

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