Boden bei Hypothekenzinsen erreicht

Boden bei Hypothekenzinsen erreicht

Boden bei Hypothekenzinsen erreicht – Seit Jahren kannten die Zinsen für Hypothekendarlehen nur einen Weg: nach unten! Damit ist nun Schluss!

Wer im Jahr 2008, also im Jahr der Finanzkrise, ein Hypothekendarlehen mit einer Zinsfestschreibung von 10 Jahren abschloss, zahlte noch 5% Zinsen. Acht Jahre später, also Mitte 2016, lagen die Zinsen nur noch bei einem Prozent! Einem historisch sehr niedrigen Zinssatz.

Diese niedrigen Zinsen für Baugeld ermöglichten vielen Menschen ihr Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu verwirklichen. Die Folge: Die Immobilienpreise stiegen in Deutschland stetig. Und das vor allem in den großen Metropolen.
Auch bezogen auf ein Jahr (also von Mitte 2016 bis Mitte 2017), stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland im Schnitt um 6%.

Doch seit einigen Monaten fallen die Zinsen für Baugeld nicht mehr, sie steigen! Nämlich (bezogen auf eine Zinsfestschreibung von 10 Jahren) von 1,0% auf nun 1,4%. Damit liegen sie zwar historisch gesehen immer noch sehr niedrig, aber die Trendwende ist eingeläutet.

Maßgeblich für die sehr niedrigen Zinsen ist die Geldpolitik der Europäischen Notenbank. Alleine mit ihrem Programm zum Kauf von Anleihen in der Größenordnung von 60 Milliarden Euro pro Monat, hat die Notenbank das Zinsniveau bewusst niedrig gehalten.

Nun gibt es erste Anzeichen, dass die Notenbank diese als“ quantitative easing“ bezeichnete Maßnahmen sukzessive auslaufen lässt. Sollten dann die Zinsen auf Anleihen wieder steigen, werden Investoren Teile der Gelder, die sie bisher aus Renditegesichtspunkten eher im Immobilienmarkt angelegt haben, wieder in Bundesanleihen stecken. Steigen die Zinsen für Anleihen und Pfandbriefe, steigen auch die Hypothekenzinsen.

Derjenige, der den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Eigentumswohnung plant, sollte nicht zu langen warten, sofern er einen Teil der Immobilie finanzieren möchte. Denn schon kleine Zinsänderungen, haben langfristig beachtliche Auswirkungen.
Bei einem Darlehen von 300.000€ bedeutet eine Zinsanstieg von 0,25 Prozentpunkten auf eine Laufzeit von zwanzig Jahren gerechnet einen Mehraufwand an Zinsen von insgesamt 10.000 €.

Fazit:

Der Boden bei den Zinsen von Baugeld ist erreicht. Beachten Sie bei Ihren Planungen für den Hausbau bzw. Hauskauf, dass sich Hypothekendarlehen weiter verteuern werden.

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