Bitcoin Kurs stürzt ab

Bitcoin Kurs stürzt ab

Besitzer von Bitcoins sind an hohe Kursschwankungen gewöhnt, doch was in den letzten Tagen mit dem Kurs des Bitcoin geschah, ist selbst für die an hohe Volatilitäten gewohnten Bitcoin-Inhaber außergewöhnlich. Der Kurs des Bitcoin verlor innerhalb von drei Tagen rund 30%. Vom Höchststand Anfang September von 5000 $ aus gesehen sogar 40%. Was war passiert?

Auf Druck der chinesischen Regierung mussten die Chinesischen Bitcoin-Börsen BTC China und ViaBTC schließen. Schon einige Tage zuvor hatte die chinesische Regierung die so genannten ICO`s verboten. ICO steht für initial coin offering. Damit sind über Bitcoin finanzierte Beteiligungen an Firmen gemeint.

Der Chinesischen Regierung ist die Tatsache ein Dorn im Auge, dass über den Bitcoin illegale Transaktionen durchgeführt werden können und sie grundsätzlich den Bitcoin Markt nicht kontrollieren kann.

Der Markt reagierte deshalb so heftig auf diese Verbote, weil China der größte Markt für Kryptowährungen ist und zudem befürchtet wird, dass andere Staaten dem Beispiel Chinas folgen könnten.

In den letzten Tagen hatten sich einige prominente Kritiker des Bitcoin zu Wort gemeldet. So bezeichnete der Chef der Investmentbank JP Morgan Chase Jamie Dimon den Bitcoin als Betrug. Die aktuelle Kurseuphorie sei schlimmer als die Tulpenzwiebel-Blase aus dem 17.Jahrhundert.

Pikanterweise wurde heute bekannt, dass JP Morgan Chase trotz der Warnungen ihres Chefs aktiv am Bitcoinhandel beteiligt ist.

Das politische Intervenieren Chinas zeigt aus meiner Sicht exakt die Gefahren und Risiken beim Handel in Kryptowährungen. Nämlich wie reagiert die Politik auf den weiter anhaltenden „Siegeszug“ der Kryptowährungen?

Je stärker das Volumen in diesen Parallel-Währungen steigt, desto eher werden die Regierungen intervenieren mit Restriktionen oder gar Verboten. Denn der Einfluss der Notenbanken auf die Währungen, insbesondere durch Zinsinterventionen oder Kapitalkontrollen, ist bei den Kryptowährungen quasi (noch) nicht vorhanden.

Zurzeit löst der Bitcoin große Begeisterung bei der (meist jüngeren) Internet-Gemeinde aus. Dieser Trend bleibt aus meiner Sicht ungebrochen. Der Zug der Kryptowährungen ist nicht mehr zu stoppen. Wie jedoch bei allen neuen Trends bedarf es auch hier einer Etablierung des Marktes. Er muss quasi erwachsen werden.

Während dieser Zeit muss sich ein Investor in Bitcoins oder eine der anderen vielen Kryptowährungen auf hohe Volatilitäten einstellen.

Das positive daran: Hohe Volatilitäten bedeuten nicht nur erhöhtes Risiko, sondern auch erhöhte Chancen. Entscheidend ist hier das Risikomanagement.

Als Investition erachte ich den Bitcoin nach wie vor zu riskant, als Spekulation hingegen spannend.

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