Bitcoin, die neue Weltwährung?

Bitcoin, die neue Weltwährung?

Der Kurs der Cyberwährung steigt über 1.140 Dollar am 04.01.2017… um dann in drei Tagen wieder auf 830 Dollar zu fallen!


Seit Anfang des Jahres ist der Kurs der Bitcoin auf über 1000 Dollar gestiegen, nachdem er sich schon im vergangenen Jahr verdoppelt hat. Viele Anleger sind aufgrund der beeindruckenden Performance der Computer-Währung auf den Bitcoin aufmerksam geworden.

Doch was ist ein Bitcoin genau?

Bitcoin ist eine digitale Währung, die elektronisch geschaffen wird und auch elektronisch verwahrt wird. Dabei stellen viele Menschen die Rechenleistung ihrer Computer zur Verfügung. Diese Computer errechnen dann über komplizierte mathematische Formeln die Bitcoins. Dieser Vorgang wird als „mining“ bezeichnet.
Alle Transaktionen werden in einer elektronischen Datenbank gespeichert. Diese Datenbank wird als „blockchain“ bezeichnet. Alle Transaktionen sind anonym.
Jeder, der einen leistungsfähigen Rechner hat, kann Bitcoins selbst schaffen. Die Anzahl der Bitcoins, die „hergestellt“ bzw. kreiert werden, richtet sich nach der zur Verfügung gestellten Rechenleistung.

Bitcoins existieren nur als Aufzeichnungen zwischen verschiedenen Adressen, die in der blockchain registriert werden. Die genauen Transaktionen sind völlig transparent und können jederzeit über die Internetseite www.blockchain.info abgefragt werden.

Wie erfolgt die Zahlung mit Bitcoins?

Die Zahlung mit Bitcoins erfolgt über „Zahlungsportale“ wie beispielsweise Bitpay (www.bitpay.com). Dort kann man ein Bitcoin Wallet, also eine elektronische Geldbörse, anlegen. Mittels einer App oder sogar einer Zahlungskarte, ähnlich einer EC Karte, können dann Zahlungen an den Akzeptanzstellen vorgenommen werden.

Gibt es eine staatliche Kontrolle oder Aufsicht der Zahlungsabwicklung?

Im gesamten Bitcoin System gibt es keinerlei staatlich Kontrolle. Dies wird von vielen Anhängern der Bitcoins als einer der wesentlichen Vorteile der neuen digitalen Währung angesehen. Bei Zahlungen von A nach B gibt es keine Namensangaben von Sender und Empfänger, lediglich IP Adressen. Die Zahlung kann also weitestgehend anonym erfolgen.

Doch ist das wirklich ein Vorteil? Im Geschäftsalltag, wo es viel um Zahlungsverpflichtungen und Vertragserfüllungen geht, muss schon eindeutig der Zahlungsempfänger als auch -absender nachvollzogen werden können. Auch die Steuerung der Geldmenge und des Zinssatzes durch die Zentralbanken übernimmt eine wichtige Funktion in unserem Wirtschaftskreislauf.

Ein von den Zentralbanken völlig losgelöster Zahlungsstrom und Geldverkehr, ist nach heutigen Maßstäben nicht vorstellbar.

Fazit

Der Bitcoin ist ein interessantes „Projekt“ mit großem Potential für die Zukunft. Er steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Deshalb kommt er aus meiner Sicht als seriöses Anlageinstrument nicht in Frage. Gerade die Volatilität (Schwankungsintensität) der letzten Tage zeigt, wie riskant die Anlage in Bitcoins sein kann. Als Zahlungsmittel für den Einkauf der Dinge, die man für das tägliche Leben benötigt, kommt der Bitcoin durchaus in Frage. Allerdings erschließt sich mir der Vorteil gegenüber den traditionellen Zahlungsweisen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

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